Downloads
| Schulprogramm | | Schulprogramm (Fassung 2005) |
| Anlage 1 | | Stundentafel Gymnasium Sek. I, vertieft/nicht vertieft |
| Anlage 2 | | Hinweise zur Anfertigung einer wissenschaftlichen Projektarbeit bzw. einer Besonderen Lernleistung |
| Anlage 3 | | Bildungs- und Erziehungsziele des vertieften mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium |
| Anlage 4 | | Kooperationsvereinbarung zwischen der Technischen Universität Dresden und dem Gymnasium Dresden-Blasewitz |
| Anlage 4b | | Kooperationsvereinbarung zwischen dem Leibnitz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e.V. und dem Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden |
Anlage 4c | | Kooperationsvereinbarung zwischen dem Silicon Saxony e.V. und dem Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden ( Link: http://www.silicon-saxony.net ) |
| Anlage 4d | | Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit der Stiftung "Sachsen . Land der Ingenieure" mit dem Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden |
| Anlage 5 | | Leistungszentren am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium |
1.
Präambel
Mit
dem vorliegenden Schulprogramm verfolgen wir das Ziel, die Position
des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums in der Schullandschaft
Dresdens zu beschreiben und Perspektiven aufzuzeigen.
Das
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium realisiert, neben der
regelgymnasialen Ausbildung, für die Stadt
Dresden und deren Umgebung die vertiefte
mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung von Schülerinnen
und Schülern
im Bereich des staatlichen Schulwesens.
Dafür ist es wichtig, Begabungen zu erkennen, zu fördern
und das Interesse am Erwerb naturwissenschaftlicher
Kenntnisse wach zu halten und zu vertiefen. Ebenso wird auf eine
umfassende Allgemeinbildung Wert gelegt. Das setzt eine erhöhte
Belastbarkeit und entsprechende Leistungsbereitschaft bei
Schülern und Lehrern voraus. Ausgehend von einem
Aufnahmeverfahren für die vertiefte Ausbildung erhalten unsere
Schüler die Möglichkeit, unter gleichgesinnten
und entsprechend motivierten Mitschülern in kleineren
Klassen zu lernen.
Absolventen
unseres Gymnasiums verkörpern engagierte und belastbare junge
Menschen, die auf der Basis soliden Grundlagenwissens und hoher
Methodenkompetenz hervorragend auf ein universitäres
Studium vorbereitet sind. Ihre Persönlichkeitsentwicklung lässt
es zu, verantwortungsvolle Positionen in Wirtschaft und Wissenschaft
einzunehmen.
2.
Schulphilosophie
2.1
Zielstellung
Das
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium bereitet junge Menschen darauf
vor, selbstbestimmt zu leben, sich selbst zu verwirklichen und
in sozialer Verantwortung zu handeln.
Im
Bildungs- und Erziehungsprozess des Gymnasiums sollen prägnanter
als üblich
der
Erwerb intelligenten und anwendungsfähigen Wissens,
die
Entwicklung von Lern-, Methoden- und Sozialkompetenz,
die
Werteorientierung,
die
Erziehung zu eigenverantwortlichem Lernen und Handeln,
die
Herausbildung einer selbstkritischen Haltung und
die
Achtung vor der eigenen und der Leistung anderer
verknüpft
werden.
Die
erfolgreiche und koordinierte Umsetzung dieser Ansprüche lassen
erwarten, dass auch zukünftige Abiturienten unsere Einrichtung
mit überdurchschnittlichen Ergebnissen verlassen.
2.2
Grundlage der Arbeit: Lerne das Lernen!
Die
Verwirklichung dieser Ansprüche von Schülern, Lehrern und
Eltern an die Schule ist nur möglich, wenn ein konstruktives
Vertrauensverhältnis zwischen allen am Lern- und
Erziehungsprozess Beteiligten entwickelt wird. Die gegebene
Schwerpunktsetzung, bei der die Unterrichtsfächer
Mathematik, Biologie, Chemie, Informatik, Physik und Technik
im Mittelpunkt der Bemühungen des Gymnasiums stehen müssen,
erfordert einerseits besondere Konzepte, die eine Einseitigkeit der
Ausbildung verhindern, andererseits muss es stets gelingen,
gerade die Bezugsdisziplinen zu stärken.
Alle
Fächer bieten die Grundlage der Ausbildung und leisten einen
spezifischen Beitrag zum Erwerb anwendungsbereiten theoretischen
Wissens und Könnens. In diesem Sinne sind alle Fächer
gleichberechtigt und wichtig für eine allseitige,
humanistisch geprägte Entwicklung des einzelnen Schülers.
Besonders in den Fächern des gesellschaftswissenschaftlichen,
sprachlichen und künstlerischen Bereichs muss der Schüler
erleben können, dass es neben vielen rationalen Elementen auch
emotionale Impulse gibt, die seine Entwicklung und Stellung in
der Gesellschaft bestimmen. Ausbildungsinhalte und Formen besonders
in der Orientierungsstufe
enthalten viele Elemente, die auf eine sinnvolle und
altersspezifische Verknüpfung von „Kopf, Herz und
Hand“ gerichtet sind. Genauso intensiv muss die Bereitschaft
der Schüler entwickelt werden, demokratische Instrumente der
Schulgestaltung konstruktiv und sozial verträglich zu
nutzen.
Die
Ausbildung zeichnet sich durch ein Lernklima aus, in dem sich Schüler
gegenseitig anspornen und zu hohen Leistungen motivieren. Die
Besonderheiten und Chancen einer stark intellektuell und individuell
geprägten Schulbildung sind nur dann von Erfolg und
Anerkennung geprägt, wenn die Bewerber für einen
Ausbildungsplatz am Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Neugier
auf naturwissenschaftliche und technische Phänomene und
Problemstellungen mitbringen. Darüber hinaus ist bei ihnen ein
Grundverständnis für logische und funktionale Zusammenhänge
Voraussetzung. Die Bereitschaft, eigenverantwortlich dieses
Grundverständnis fächerübergreifend
weiterzuentwickeln und ein selbständiges, auf
Eigeninitiative gerichtetes Denken nachzuweisen, wird grundsätzlich
vorausgesetzt. Eine aktive Teilnahme an den verschiedenen Stufen
regionaler, nationaler und internationaler Olympiaden und Wettbewerbe
ist ein guter Test für den gegenwärtigen
Entwicklungsstand und gibt wesentliche Aufschlüsse über
notwendige Inhalte weiterer Ausbildungselemente. Die Wahrnehmung
solcher Leistungsvergleiche hat stimulierende Wirkung auf den
einzelnen Schüler und sind entwicklungsför-dernd
angelegt.
Der
besonderen Position und Bedeutung der Bezugsdisziplinen innerhalb der
Gesamtkonzeption tragen wir Rechnung, indem die
Unterrichtsgestaltung einem hohen theoretischen Anspruch genügt
und zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit dem
Unterrichtsgegenstand herausfordert. Das Denken der Schüler
wird Schritt für Schritt beweglicher und ist durch Originalität
gekennzeichnet. Das führt zum schöpferischen, kreativen
Lösen komplexer Aufgabenstellungen einerseits, und zur
verstärkten mathematischen Durchdringung der
naturwissenschaftlichen Fächer andererseits. Systematisch werden
selbständige Arbeitsweisen geübt, wobei einer
kritischen Auseinandersetzung im Team der Vorrang eingeräumt
wird. Initiativreich gestalten Schüler in bestimmten Phasen den
Unterricht mit und zeichnen sich durch eine lang anhaltende
Konzentrationsfähigkeit aus.
Ständiges
experimentelles Arbeiten in kleinen Gruppen und die Förderung
von problemorientiertem, fachübergreifendem und
fächerverbindendem Denken und handlungsorientiertem Wissen sind
weitere wesentliche Merkmale der Unterrichtsauffassung am
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium. Besonders mit der Erstellung der
wissenschaftlichen Facharbeit
in der Jahrgangsstufe 11 und der im „wissenschaftlichen
Forum“ präsentierten Ergebnisse erleben unsere Schüler
die Wirksamkeit und Qualität oben beschriebener Grundlagen
unserer Arbeit. Gleichzeitig entspringt hieraus die Motivation für
die Weiterarbeit am Thema in Form einer abiturrelevanten „Besonderen
Lernleistung“.
Die
Veränderung der Stundentafel zugunsten der Bezugsdisziplinen
erfordert von allen Fachbereichen ein koordiniertes methodisches
Konzept und eine höhere Verantwortung jedes Lehrers für den
Gesamtprozess. In diesem Zusammenhang erhalten die von unseren
Fachgremien erstellten, modifizierten sächsischen Lehrpläne
und Begleitmaterialien
zentrale Bedeutung.
Mit
Ausnahme der Schwerpunktsetzungen in den Bezugsdisziplinen, folgt die
regelgymnasiale Ausbildung an der Schule den gleichen
Prinzipien. Beide Schülergruppen profitieren vom exzellenten
Unterricht und orientieren sich an den jeweiligen Stärken der
anderen Schülergruppe. Durch Vernetzung der Ausbildung an
einigen wesentlichen Punkten (z. B. Ganztagsangebote der Schule) bzw.
Unterstützung von Gemeinschaftsarbeiten (BeLL, einzelne
Fächer) wird die gegenseitige Akzeptanz der beiden
Schülergruppen gefördert und somit eine Atmosphäre an
der Schule geschaffen, die alle Schüler zum Lernen und
Forschen anregt.
2.3
Zusammenarbeit der Erziehungsträger
Die
Wahl und das Engagement geeigneter Partner im Bildungsprozess
entscheiden oft über den Erfolg einer langjährigen
Ausbildung von jungen Menschen. Grundlage soll der gegenseitige
Informationsaustausch sein, der koordiniert Eltern, Schüler-
und Lehrergremien vernetzt. Dabei hat die Zusammenarbeit
mit den Elternhäusern einen besonderen Stellenwert, da hier der
Grundstein für die Vermittlung von Werten gelegt wird.
In
ihrer schulischen Entwicklung werden die Schüler in enger
Zusammenarbeit mit den Eltern durch die Erziehungsträger der
Schule beraten und individuell gefördert. Zur Verfügung
stehende Ganztagsangebote sollen diesen Prozess ergänzen
und vertiefen.
Die
Möglichkeiten unserer Fördergemeinschaft und die Kontakte
der Eltern in ihrem sozialen Umfeld stimulieren und bereichern den
vielschichtigen Lern- und Erziehungsprozess. Die Beziehungen zur
Technischen Universität und zu wissenschaftlichen Einrichtungen
der Region ermöglichen selbständige wissenschaftliche
Projektarbeiten in verschiedenen Klassenstufen.
2.4
Begabtenförderung
Unsere
Schule nutzt unter anderem die Möglichkeiten der
Schullaufbahnberatung an den Grundschulen zur Information über
das vertiefte Profil und gewinnt auf diesem Weg geeignete Bewerber
für unsere spezifische Ausbildung.
Dazu
gehören folgende Aktivitäten:
langjährige
„Schulpatenschaften“ unserer Lehrer mit allen
Grundschulen
jährlicher
Grundschultag unter dem Motto „Weißt du es schon, oder
knobelst du noch?“ als Wettbewerbsangebot für
Schülerteams der Klassenstufe 4
Grundschulzentren
„Mathematik mit Pfiff“ sollen Interessen am
mathematischen Knobeln und Basteln frühzeitig fördern und
festigen
Durchführung
des Tages der offenen Tür zur Gewinnung von Einblicken in
unsere Arbeit
Begabtendiagnostik
im Rahmen des Aufnahmeverfahrens
schulzeitbegleitende
Begabtendiagnostik durch Lehrer, unterstützt durch den
Beratungslehrer als Ansprechpartner
Die
Erkenntnisse der Begabtendiagnostik fließen in die Konzeption
und Ausgestaltung der drei Säulen der Begabtenförderung an
unserem Gymnasium ein. Das Zentrum dieser Bemühungen bildet
der Unterricht, speziell seine didaktische
Komponente. Leistungsstarke Schüler bestimmen das Tempo und
die Vielfalt des Unterrichtsgeschehens, wobei dem spezifischen
Leistungsvermögen durch differenzierte und individuelle
Förderung Rechnung getragen wird. Der Unterricht geht über
die Anforderungen des Regelgymnasiums hinaus und die Intensität
der Vermittlung ist hoch. Eine umfassende, Einseitigkeit
vermeidende Realisierung des Anspruchs der Begabtenförderung
erzielen wir mit der multiperspektivischen Behandlung
fachübergreifender Inhalte. Daraus ergibt sich eine
kontinuierliche Wettbewerbsvorbereitung. Diesem Aspekt widmet sich
primär die Tätigkeit in den Leistungszentren
und Arbeitsgemeinschaften. Eine mehrjährige
Konzeption kann dabei stark an den Interessen der Teilnehmer
orientiert sein. Der Kooperation mit außerschulischen Partnern
wird dabei altersspezifisches Augenmerk geschenkt, genauso gilt
es jahrgangsübergreifende Angebote zu entwickeln und in die
Bemühungen zur Ausprägung von Sozialkompetenz zu
integrieren. Die dritte Säule der Begabtenförderung
ergibt sich in der Einzel- und Kleinstgruppenbetreuung.
Dazu kommt die Betreuung einzelner besonders talentierter Schüler
durch Mitarbeiter wissenschaftlicher Einrichtungen.
2.5
Fortschreibung des Schulprogramms
In
Abhängigkeit der pädagogischen, sozialen und
schulpolitischen Entwicklungen und Erfordernisse wird an der
Fortschreibung dieses Schulprogramms
gearbeitet. Dazu erstellt eine paritätisch zusammengesetzte Gruppe aus Eltern,
Schülern und Lehrern jährlich einen Bericht.
Diese Gruppe tagt öffentlich. Der Bericht wird der Schulkonferenz vorgelegt
und nach Bestätigung veröffentlicht.
3.
Kompetenzentwicklung
Das
Ziel unserer Arbeit besteht in der Schaffung einer Atmosphäre
des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens, in der
Verantwortung, Problemlösefähigkeit, Teamfähigkeit,
Selbständigkeit und ein gesundes Selbstwertgefühl in das
Zentrum der Unterrichtsarbeit gestellt werden müssen.
3.1
Kompetenzentwicklung bei Lehrern
|
Kompetenzen,
Zielvorstellungen
|
Maßnahmen,
Organisationsformen
|
|
|
Tandemmethode
schrittweise erschließen
|
Weiterentwicklung
der fachlichen Methoden und Sozialformen des Unterrichts
Bereitschaft,
sich auf längere Lernprozesse und neue Formen fachlicher
und pädagogischer Fortbildung einzulassen
|
Fachkonferenzen
- Multiplikatorenwirkung nutzen - schulinterne Fortbildung
Regionale
und überregionale Fortbildung
ein
bis zwei Pädagogische Tage in den Ferien
Hospitationskultur
entwickeln
|
|
Entwicklung
eines positiven, leistungsfördernden Lehrer-Schüler-
Verhältnisses durch niederlagsloses Lernen
Fähigkeit
zur echten Motivation
Transparenz
von Entscheidungen und Bewertungen
Jeder
Schüler erlebt sich als wichtig und ernst genommen.
|
Im
Mittelpunkt sollen die Stärken und Kompetenzen der
Schüler stehen.
Entwicklung
von Kommunikation und Gesprächskultur
Elternsprechstunden
Kultur
selbstbestimmter Regeln und Vereinbarungen,
Gruppengespräche
|
Von
der Belehrungskultur zur Lernkultur
Förderung
des eigenverantwortlichen Lernens und Arbeitens im Unterricht,
des aktiv-produktiven Lernens
|
Möglichkeiten
schaffen für Methodenlernen, entdeckend - problemlösendes
Lernen, Erfahrungslernen, um Wissen selbst strukturieren
und vernetzen zu können
Vermitteln
und Festigen von Lern- und Arbeitsmethoden
Herstellung
von Lernprodukten
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Schule
als kulturelles Zentrum im Wohngebiet
|
3.2 Kompetenzentwicklung
bei Schülern
|
Kompetenzen,
Zielvorstellungen
|
Maßnahmen,
Organisationsformen
|
Teamfähigkeit
Toleranz,
Respekt vor den Stärken und Schwächen anderer
Verantwortung
für sich selbst, den Mitmenschen und die Umwelt
Verständnis
und Toleranz bei der Erschließung anderer Kulturen und
Sprachen
|
Ziel
in jeder Unterrichtsstunde
eventuelle
Klassenleiterstunden
Projekte
(ältere Schüler kümmern sich um jüngere
Schüler, Schüleraufsichten)
verstärkte
Partner- und Gruppenarbeit
Betriebspraktikum
|
Selbstdisziplin,
Ausdauer, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit,
Selbständigkeit, Selbststeuerung, Selbstreflexion
|
Erfüllung
der täglichen Pflichten
Themenkreis,
Leistungszentren
wissenschaftliche
Projekte und BeLL
Wettbewerbe,
Olympiaden, Jugend forscht
|
|
|
Präsentation
von Exponaten des fächerverbindenden Unterrichts
Lernplanarbeit
|
|
|
Über
Kommunikation kommunizieren lernen
Gestaltung
von Konfliktgesprächen
Schülerschlichter
entwickeln
Entwicklung
von Regeln und Vereinbarungen
Debattierwettbewerbe
|
|
|
Schüler
arbeiten aktiv an der Schulentwicklung mit – Einbeziehung
des Schülerrats
Beratungslehrer
/ Vertrauenslehrer arbeiten mit den Schülergremien zusammen
Vertrauenslehrer
für Schülerzeitungen
|
Kompetenzen
zum Wissensmanagement und zur Studierfähigkeit
Kompetenzen
im reflektierten Umgang mit Technologie, besonders
Kommunikationstechnologie und Medien
Kompetenzen
zum Vernetzten komplexen Denkens und fächerübergreifenden
Anwendens
|
Themenzentrierte
Recherche (Bibliothek, Internet unter Nutzung der
Kabinette)
Arbeit
mit Quellen
Präsentation
von Ergebnissen (Poster, Vortrag, Computerpräsentation)
Wissenschaftliche
Projekte bzw. Jahresarbeiten in den Klassenstufen 7, 8 und 11
|
|
|
|
|
Experimentalunterricht
Projektunterricht
Vorträge
Komplexe
Aufgaben
|
Stationenarbeit
Praktikum
Wiss.
Hausarbeit
Exkursionen
|
|
|
|
|
|
Exzerpieren,
Strukturieren
Berichte,
Kommentare, Erörtern
Diskussion,
Vortrag, Gespräch (Gruppe, Kreis, Partner)
Moderation
|
|
|
Musisch-künstlerische
Selbsttätigkeit
Kunst
erleben, sich künstlerisch ausdrücken, gestalten,
Theater, musikalisch-literarische Abende
|
4.Traditionspflege
und Öffentlichkeitsarbeit
Die
Öffentlichkeitsarbeit sollte an der Maxime „Tue Gutes und
rede darüber“ ausgerichtet werden. An einer Schule gibt es
zwei Öffentlichkeiten: eine nach innen gegenüber Schülern,
Lehrern und Eltern, und eine andere nach außen gegenüber
Institutionen, Ehemaligen und Schulfremden, wobei die
Schulfördergemeinschaft ein wichtiges Bindeglied darstellt.
Traditionen
dürfen keine verordneten Regeln sein, sondern müssen von
möglichst vielen Beteiligten aus sich heraus belebt und
vertreten werden.
4.1
Bestehende Traditionen und Öffentlichkeitsarbeit
Beschäftigung
mit Leben und Wirken von Martin Andersen Nexö
Festwoche
Weihnachtskonzert
Weihnachtsliedersingen
Theatergruppen
und ihre Aufführungen
Tag
der offenen Tür
Grundschultag
Würdigung
der guten Wettbewerbsergebnisse in der Schule
Homepage
Jahresbericht
Sportfest
und Zusammenarbeit mit Volleyballverein „MANOS e. V.“
Schüleraustausch
mit Straßburg,
|
4.2
Organisation
|
|
|
|
|
Ziele
|
Maßnahmen
|
|
|
Arbeit
des Gremiums für Traditionspflege strukturieren und in
Arbeitsbereiche unterteilen: Festwoche,
Schulpartnerschaften, Jahrbuch, Öffentlichkeitsarbeit
Offensive
im Elternrat, um bei konkreten Fragen und Problemen von den
Eltern Unterstützung für die Schule zu erhalten.
Aktivierung
zum Sponsoring: Schulfördergemeinschaft, ehemalige
Schüler, Wirtschaft, Stiftungen
|
|
4.3
Außenwirkung
|
einheitliches
Auftreten der Schule nach außen, v.a. visuell
Schaffen
einer Art „Corporate Identity“
Pflege
des Kontaktes zu ehemaligen Schülern und Lehrern
Schule
muss möglichst oft positiv öffentlich wahrgenommen
werden
|
Faltblatt
als praktische Kurzinformation über die Schule herstellen
und stets der Post an schulfremde Personen als „Visitenkarte“
beilegen
einheitliches
Erscheinungsbild auch auf die Internetseite anwenden
Koordination
der Zusammenarbeit mit ehemaligen Schülern durch ein
kontinuierlich arbeitendes Gremium
Ehemaligentreffen
in der Festwoche planen
Zeitungen
über Geschehen an der Schule informieren, zu Artikeln
anregen
hoher
Anspruch an alle kulturellen Veranstaltungen, um sie für
Außenstehende, z. B. aus dem Wohngebiet, attraktiv zu
machen
Nutzung
der Potentiale der Eltern, ehemaliger Schüler und Lehrer für
Ganztagsangebote
|
|
4.4
Innenwirkung
|
kontinuierliches
Informationsmanagement nach innen
Schaffen
einer würdigen Lernatmosphäre
Unterstützen
der schulphilosophischen Grundsätze mit den Mitteln der
Öffentlichkeitsarbeit nach innen
Transparenz
gegenüber allen Beteiligten
|
Errichten
einer Bibliothek und kontinuierliche Arbeit sichern
Schülerarbeiten
in die Bibliothek aufnehmen (BeLL, wissenschaftliche
Projektarbeiten, Belegarbeiten...)
Gestaltung
von Gängen und Wänden mit Wettbewerbserfolgen unserer
Schüler
Darstellung
des Lebensweges erfolgreicher Absolventen (Ehrentafel)
Gänge
und Fachkabinette würdig ausgestalten, z. B. zoologische
Exponate entgiften und präsentieren, Portraits von
bedeutenden Wissenschaftlern aufhängen, Vitrinen für
geologische Exponate herrichten
Exponate
in regelmäßigen Abständen erneuern
attraktiv
gestaltete Jahresberichte veröffentlichen
kontinuierliche
öffentliche Informationen über Wettbewerbe für
Schüler, Lehrer und Eltern
Lehrer
und Eltern sollten bei den Schülern ein Bewusstsein für
die Besonderheiten der Schule wecken und adäquate
Leistungen fordern.
Das
Schulprogramm wird Lehrern, Schülern und Eltern
präsentiert, damit sie Einblick erhalten und es
gemeinsam tragen.
|
5.
Partnerschaften unseres Gymnasiums mit ...
Eine
erfolgreiche Gestaltung der Beziehung Schule – Gesellschaft und
der Verbindung von Unterricht und Lebenswirklichkeit erfordert das
Zusammenwirken vieler Partner. Das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium
ist bestrebt, die bestehende Zusammenarbeit zu festigen, zu erweitern
und im Interesse der Schüler neue Partnerschaften zu
erschließen.
5.1
wissenschaftlichen Einrichtungen
|
Ziele
|
Maßnahmen
|
|
Universität:
Erreichen
eines Nachweises bei erfolgreichem Besuch von Lehrveranstaltungen
(siehe Anlage Partnerschaftsvertrag mit TUD)
|
Wissenschaftliche
Projektwochen in Klassen 7,8 und 11
Methodikseminar
Klasse 11 zur Überführung wissenschaftlicher Projekte
in die „Besondere Lernleistung (BeLL)“
Besuch
von Lehrveranstaltungen
Nutzung
der Forschungseinrichtungen
Wissenschaftliche
Vortragsreihen und
Übernahme
kompletter Unterrichtsabschnitte an unserer Schule
(Projektwochen, Wahlpflichtabschnitte) durch Hochschullehrer
|
Andere
wissenschaftliche Einrichtungen z. B. Max-Planck-Institut,
Fraunhofer Gesellschaft, Forschungszentrum Rossendorf,
Bergakademie Freiberg, Museen der Stadt Dresden
|
Abschluss
weiterer Kooperationsverträge
Winterschule
für Dresdner Gymnasiasten am MPIPKS
Sommerkurse
im Gläsernen Labor des Hygiene-Museums
Schülerpraktika
in den Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen oder im FZR
|
5.2
Wirtschaft und Industrie
|
|
Ausstattung
von Labors und Fachkabinetten als Referenzobjekte
Betriebspraktikum
Klasse 9
Personelle
Unterstützung für Ganztagsangebote
|
5.3
deutschen Schulen
|
|
|
|
|
|
|
|
Wettbewerbe
in den Bezugsdisziplinen
Erfahrungsaustausch
zwischen den Kollegen
Teilnahme
am Herbsttreffen der ehemaligen Spezialschulen in den neuen
Bundesländern
|
5.4
ausländischen Schulen
5.5 Eltern
Die
Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule ruht auf zwei Säulen,
den gesetzlich zugesicherten Elternrechten in Form der
Elternmitwirkung und dem freiwilligen Engagement der Eltern für
die Schule ihrer Kinder.
An
der MANOS werden alle Formen der Elternmitwirkung kontinuierlich
gestärkt und ausgebaut. Es besteht ein enger Kontakt zwischen
Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternschaft, der es ermöglicht,
neue Herausforderungen und Aufgaben gemeinsam im Interesse der
Schüler zu meistern.
Darüber
hinaus engagiert sich die Elternschaft der Schule
bei
der Entwicklung, Gestaltung und Durchführung der
Ganztagsangebote,
bei
der Einwerbung von Sponsorengeldern,
beim
Aufbau stabiler Kontakte zu Stiftungen und der Suche nach
Fördermöglichkeiten,
bei
der Vermittlung von Kontakten zu wissenschaftlichen Institutionen,
bei
der Entwicklung der Außenwirkung der Schule,
bei
der Durchführung von schulischen und außerschulischen
Veranstaltungen,
bei
der Lösung sozialer Konflikte in den einzelnen Klassen.
6.
Konzeption der geplanten Ganztagsangebote
6.1 Wahl des
Modells
Aufgrund
des vertieften mathematisch-naturwissenschaftlichen Profils des
Gymnasiums wird durch die Schule der Antrag auf Schule mit
Ganztagsangebot in offener Form gestellt. Damit erhält die
Mehrheit der Schüler des Gymnasiums die Möglichkeit, die
außerunterrichtlichen Angebote der Einrichtung zu nutzen.
Gleichzeitig besteht aber vor allem für besonders begabte bzw.
speziell interessierte Schüler die Möglichkeit, an
Einrichtungen (wie TU Dresden, Theater der Jungen Generation) ihre
Fähigkeiten weiter zu entwickeln bzw. an einzelnen Forschungs-
und Projektarbeiten mitzuwirken.
Durch
die Kombination des vertieften mathematisch-naturwissenschaftlichen
Profils und den Ganztagsangeboten der Schule entsteht eine
konzeptionelle Einheit, die für die Persönlichkeitsentwicklung
und den Wissenszuwachs der Heranwachsenden sehr vorteilhaft ist.
Das
Modell wird ab dem Schuljahr 2005/2006 für die Klassenstufen 5
bis 7 (Unterricht im Gebäude Wägnerstraße) und nach
Umzug in die neuen Räumlichkeiten auf der Haydnstraße
komplett für die Klassen 5-10 eingeführt. Den Klassenstufen
11 und 12 wird eine Teilnahme vorgeschlagen, es muss sich aber nicht
die Mehrheit der Schüler dafür entscheiden, da zu diesem
Zeitpunkt bereits eine Reihe von Schülern in anderen
Interessengemeinschaften außerhalb der Schule etabliert sind.
Später werden die Angebote für alle Klassenstufen
erweitert.
6.2
Rhythmisierungsmuster innerhalb einer Schulwoche
Die
Öffnung der Schule an den 3 Standorten erfolgt um 7.00 Uhr, um
den weiter entfernt wohnenden, oftmals frühzeitig eintreffenden
Schülern den Aufenthalt im Klassenraum zu ermöglichen. Der
Unterricht beginnt um 7.30 Uhr. Die Kernzeit des regulären
Unterrichtes ist mit Ausnahme des Mittwochs täglich am Vormittag
bis zum frühen Nachmittag. Am Montag wird aufgrund der
erfahrungsgemäß geringeren Belastbarkeit der Schüler
der Unterricht in 6 Unterrichtsstunden erteilt. Anschließend
kann die Zeit durch die Lehrer für Lehrerkonferenzen,
Dienstberatungen und Weiterbildungen genutzt werden. Am Dienstag
und Donnerstag werden nach den klassenstufenabhängigen 6 bis 8
Unterrichtsstunden die zusätzlichen Ganztagsangebote durch
die Schüler wahrgenommen. Der Themenkreis, die
Unterstützungsangebote für leistungsschwächere
Schüler sowie die Leistungszentren werden am Mittwoch in
den Vormittagsstunden angeboten, um hier die höhere
Aufnahmefähigkeit der Schüler zu nutzen. Nach dem regulären
Unterricht über 6 Stunden werden am Nachmittag weitere, der
fachlichen Entwicklung dienende Angebote bereitgehalten.
6.3
Gestaltung der Ganztagsangebote (Dienstag-Donnerstag)
Durch
die Einrichtung einer Schule mit Ganztagsangeboten, wird die bereits
vorhandene Möglichkeit, das erworbene Wissen der Schüler
zu vertiefen, ihren Hobbys nachzugehen und somit das Wissen auch auf
anderen Gebieten zu verbessern, erweitert und besser aufeinander
abgestimmt. Wichtig ist dabei, dass den Schülern genügend
Raum für die individuelle Gestaltung bleibt, um Zeit für
Erholungsphasen zu schaffen und die Aufnahmefähigkeit nicht
zu überfordern.
Die
Angebote am Dienstag umfassen nach der Mittagspause vor allem
Arbeitsgemeinschaften und Projektarbeiten, die das gesamte Schuljahr
über eine kontinuierliche Arbeit erfordern. Dies betrifft zum
Beispiel die Theatergruppen, die geförderten wissenschaftlichen
Projekte, den Chor, Schach sowie weitere
Sport-Arbeitsgemeinschaften und die Arbeit im sprachlichen Bereich.
Für die Klassenstufen 5 und 6 wird in den drei
Angebotsstunden am Nachmittag mindestens eine Stunde
Hausaufgabenbetreuung integriert.
Am
Mittwoch finden vor allem fachspezifische bzw. fachübergreifende
Angebote und Projekte für die Schüler statt. In den
Vormittagsstunden wird dabei in den Klassenstufen 5 und 6 der
Themenkreis als fachübergreifender, praxis- und
projektorientierter Unterricht angesiedelt, ab Klasse 7 bis 10 die
Leistungszentren in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und
Biologie.
Für
Schüler der Sekundarstufe 2 steht neben der projektorientierten
wissenschaftlichen Arbeit die gewünschte intensive und
kontinuierliche Abiturvorbereitung im Mittelpunkt. Besondere
Schwerpunkte bilden das Training von Prüfungssituationen und das
Erlernen von Präsentationstechniken.
Am
Nachmittag stehen weitere, das naturwissenschaftliche Verständnis
fördernde Arbeitsgemeinschaften bzw. Projekte den Mädchen
und Jungen aller Klassenstufen zur Auswahl. Gleichzeitig sollen auch
hier Angebote in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern unterbreitet
werden, die Schülern die Möglichkeit bieten, einzelne
Bereiche des Unterrichtes komplexer, in der Verknüpfung
miteinander zu entdecken. Ein Beispiel dafür ist die durch
die Fördergemeinschaft der Schule unterstützte
Kooperationsvereinbarung und -arbeit mit der Amateurfunkstation
in Dresden-Strehlen.
Kontakte
zu existierenden Vereinen in der Umgebung, die sich mit der Anwendung
von mathematisch-naturwissenschaftlichen Fragestellungen
befassen, so z. B. der Modellflugclub in Rossendorf, werden ebenso
angestrebt, wie die Betreuung von Projekten der unteren Klassenstufen
durch interessierte Schüler höherer Klassenstufen oder
von Schülern aus anderen Schulen, wobei Lehrer diese Tätigkeit
beratend unterstützen. Ziel ist es dabei, dass die Schüler
die Zusammenarbeit und die Weitergabe von Wissen erlernen und
die jüngeren Schüler anspornen.
Der
Donnerstag steht im Zeichen einer neuen Form – wechselnde
Vortragsreihen und Kursserien - an der Schule. Diese ermöglichen
es den Schülern, innerhalb eines Jahres, mehrere sie
interessierende Angebote wahrzunehmen. So sollen in fünf,
zwischen den Ferien eingebetteten thematische Kursen unter Leitung
von Lehrern, Eltern sowie Pädagogikstudenten und Referendaren im
Rahmen ihrer Praktika durchgeführt werden. Diese Idee ist auf
den Wunsch der Schülervertreter zurückzuführen, auch
kleinere Kurse mit kürzerer Laufzeit anzubieten, die gewohnten
Unterrichts- und Klassenstufenformen aufzubrechen und vielen der
oben aufgeführten „Veranstaltern“ die Möglichkeit
zu geben sich auch über einen kurzen überschaubaren
Zeitraum in der Schule zu engagieren, da die Durchführung einer
Arbeitsgemeinschaft über ein ganzes Schuljahr bei vielen doch
ein zeitliches Problem darstellt. Nicht zuletzt bietet das Angebot
einer Vortragsserie, die durch die „Fördergemeinschaft des
Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums Dresden e.V.“ mit Hilfe
der Eltern abwechselnd gestaltet wird, den höheren
Klassenstufen die Möglichkeit, Universitätsatmosphäre
in der Aula der Schule zu erleben.
Neben
praktischen Dingen, wie ein Bastelkurs vor Weihnachten oder ein
Kochkurs vor dem Schulfest, ist der Wunsch nach Diskussionsrunden mit
kompetenten Partnern zu aktuellen gesellschaftspolitischen
Themen groß.
Persönlichkeitsfördernde
Kurse, wie z. B.: „Knigge“-Kurse, Kurse zur Teamfähigkeit
bzw. Verhaltenspsychologie von Gruppen spielen auf der
Wunschliste der Schüler ebenso eine Rolle.
Die
Einbeziehung spielerischer Elemente und die betreuten
Freizeitangebote gewährleisten einen Ausgleich zu den
streng didaktischen Anforderungen des Regelunterrichtes. Gleichzeitig
bieten Spiele die Möglichkeit, eine intensive
zwischenmenschliche Kommunikation zu erproben und
Verhaltensstrategien zu trainieren. Dabei bietet es sich an,
sowohl klassische Spiele, wie z. B. Skat, Doppelkopf, Monopoly,
Siedler von Catan zu erlernen und zu analysieren, als auch auf
sogenannte Trendspiele einzugehen. Weiterhin können
Sportspielarten, wie Billard, Kegeln, Dart auch außerhalb der
Schule in kleineren Gruppen organisiert werden. Eine weitere
Angebotsgruppe betrifft aktive Entspannungselemente, wie
kleinere Tanzkurse, Yoga, autogenes Training bzw. Schnupperkurse oder
Regeltraining in verschiedenen Sportarten, wie Tennis, Tischtennis,
Bogenschießen etc.. Durch diese vielfältigen Angebote
werden geschlechtsspezifische Besonderheiten der Heranwachsenden
beachtet.
Für
die Schüler der 5. und 6. Klassen wird an den Nachmittagen mit
Ganztagsangeboten die Hausaufgabenbetreuung eingerichtet.